top of page

Begegnung im Wald.

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ich laufe durch den Wald. Irgendwie kopflos, wie in einem dichten, trostlosen Nebel. Alles erscheint wieder so sinnlos. Freude? Fehlanzeige. Warum läuft sie dann?, könnte man sich fragen. Weil ich die Hoffnung habe, dass sich der Nebel ein klein wenig lichten könnte. Und weil der innere Antreiber heute nichts anderes zugelassen hätte! Denn gestern hast du schon nichts gemacht du faules, fettes Stück! Seit gestern ist es auch alles wieder schlimmer. Ich habe wieder das Gefühl, als seien an meiner Leiter der Verbesserung, auf der ich schon ein bisschen hoch geklettert war, wieder einige Sprossen unter mir weggebrochen und als wäre ich wieder hinunter gestürzt. Leere, Traurigkeit, Freudlosigkeit, blabla…. Was soll ich euch damit langweilen. Eine für mich extrem traurige Nachricht hat mich gestern ereilt und so eine Nachricht reicht aus, damit ich tief falle. Alles ist noch so zerbrechlich, so instabil, so wackelig. Heute ok, morgen richtig schlecht. Auf und ab und auf und ab und ab und ab und ….


Nun laufe ich durch den Wald. Wer kommt mir da entgegen? Ich bin wie in Trance und nehme sie erst gar nicht wahr. Doch dann doch. Eine befreundete Dogmom mit ihrem Hund und einer weiteren Dame mit Hund. Ich halte an, pausiere die Folge der Ernährungsdocs, die ihren Patienten und auch mir mal wieder erklären was man alles der Gesundheit zu liebe nicht essen sollte usw…


Sie schaut mich an und merkt sofort, dass etwas so gar nicht stimmt. Sofort brechen alle Dämme und ich fange mitten im Wald an zu weinen, denn ich kann nicht mehr. Alles ist zu viel, alles ist zu hart, zu anstrengend, so hoffnungslos und einfach nur dunkel! Ich hab schon oft im Wald geweint, doch hatte nie jemanden, der mich dann in den Arm genommen hat. So wie sie. Sie versteht. Sie kann es nachempfinden. Sie urteilt nicht. Sie fängt mich in diesem Moment auf und ich brauche gar nicht viel sagen. Ich erzähle ihr von der traurigen Nachricht. Davon, dass meine größte Stütze bald sehr lange weg sein wird und ich nicht weiß wie ich das überleben soll. „Ich bin doch da! Ich gehe nicht weg!“. Ich schaue sie an, Tränen laufen über meine Wangen. Wie lieb kann man sein? Ich bin total gerührt. Tausend Dank für diese lieben Worte und diesen Moment, in dem ich einfach aufgefangen wurde als ich zusammengebrochen bin wie ich zerknülltes Kartenhaus.


Ihr Hund merkt auch, dass etwas nicht stimmt und kommt um gestreichelt zu werden und um zu trösten. Hunde sind einfach die wundervollsten Wesen. So viel Verständnis und selbstloses einfach da sein und Liebe schenken.


Diese Begegnung im Wald hat mir sehr gut getan. Danke dafür 🐾❤️

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Irgendwas ist gestorben.

Ich nicht. Keine Sorge. Dann könnte ich diesen Text ja auch nicht mehr schreiben. Macht Sinn. Aber in mir ist etwas gestorben, einfach weg. Aber es hat etwas zurück gelassen. Etwas was mir sehr bekann

 
 
 
Unangebracht.

Mein Verhalten ist unangebracht, impulsiv, zu viel, unüberlegt, nicht steuerbar, zu krass, unverständlich, lächerlich. Starke Stimmungsschwankungen gepaart mit einer Art Gleichgültigkeit und der aktue

 
 
 
Stand der Dinge.

2026 ist jetzt schon ein paar Tage alt und es ist auch schon ein paar Tage her, dass ich zuletzt einen Blogeintrag verfasst habe. Warum eigentlich? Tja, gute Frage. Ich bin keine professionelle Blogge

 
 
 

Kommentare


bottom of page