top of page

Irgendwas ist gestorben.

  • 6. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Ich nicht. Keine Sorge. Dann könnte ich diesen Text ja auch nicht mehr schreiben. Macht Sinn. Aber in mir ist etwas gestorben, einfach weg. Aber es hat etwas zurück gelassen. Etwas was mir sehr bekannt ist. Nichts. Ein Gefühl von nichts. Leere. Kälte.


Ich habe ja schon öfter darüber geschrieben, dass es mit der Depression und den ganzen anderen Special Effects die ich so habe ein auf und ab ist. Sehr schlechte Phasen, dann tatsächlich etwas bessere, dann weniger schlechte, dann sehr schlechte, dann gute usw…. In den letzten Wochen hatte ich ein bisschen Aufwind. Bin ein paar Stufen auf meiner Genesungstreppe hoch gekrackselt. Nicht viele aber immerhin. Donnerstag bin ich die Stufen wieder runter gefallen. Und bin wieder in einem sehr tiefen, dunklen Loch gelandet. Beim Aufprall muss irgendwas in mir kaputt gegangen sein, denn ich fühle nichts. Jegliches bisschen Lebensfreude der letzten Wochen ist beim Aufprall zerbrochen. Dinge die mir zuletzt ein bisschen Freude bereitet haben, tun es nicht mehr. Sinnlos. Keine Kraft. Stecker raus. Schon wieder.


Ein Auslöser? Den braucht es nicht. Aber ja, dieses Mal schon. Die Nachricht, dass meine größte Stütze bald für mehrere Monate weg sein wird. Ich kann nicht böse sein und möchte es auch nicht. Ich möchte dem nicht im Weg stehen. Aber das ändert nichts daran, was in mir ausgelöst wurde. Ein kleiner Trigger, eine zusätzliche Belastungen oder eine für mich schlimme Nachricht und zack: ich falle.


Und seit dem ist etwas in mir gestorben. Kälte, Leere, Gleichgültigkeit, Angst, Unruhe, Traurigkeit. Und auch einfach nichts. Bescheuert? Ich glaube das können nur Betroffene nachvollziehen also seid dankbar wenn ihr es nicht könnt.


Jetzt sitze ich hier und bin wie gelähmt. Gleichzeitig plagt mich besonders abends diese innere Unruhe, diese Panik. Bis nachts um eins durchs Dorf latschen hilft ein bisschen. Benzos helfen besser. Aber Vorsicht und so!


Achja, hat jemand Schrauben für die kaputte Leiter?

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Schlecht ist kein Gefühl.

Gut ist kein Gefühl. Das habe ich in einem Podcast gelernt, den ich mir aktuell gerne anhöre. In jeder Folge geht es am Anfang um die Befindlichkeit der beiden Podcaster. Also darum, wie es ihnen an d

 
 
 
Unangebracht.

Mein Verhalten ist unangebracht, impulsiv, zu viel, unüberlegt, nicht steuerbar, zu krass, unverständlich, lächerlich. Starke Stimmungsschwankungen gepaart mit einer Art Gleichgültigkeit und der aktue

 
 
 
Begegnung im Wald.

Ich laufe durch den Wald. Irgendwie kopflos, wie in einem dichten, trostlosen Nebel. Alles erscheint wieder so sinnlos. Freude? Fehlanzeige. Warum läuft sie dann?, könnte man sich fragen. Weil ich die

 
 
 

Kommentare


bottom of page