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Hör mal wer da spricht.
Stimmen im Kopf! Ach herrje, jetzt ist sie auch noch schizophren. Nein. Keine Sorge. Aber ich höre sie trotzdem. Diese unterschiedlichen Stimmen, von diesen Monstern, die Teil von mir sind und wahrscheinlich auch für immer bleiben werden. Mal sind sie leise und man kann sie gut überhören. Aber oft schreien sie wild durcheinander. Sie diskutieren und zerren an mir. Jeder versucht mich zu überzeugen, dass seine Ansichten richtig sind und dass derjenige das Beste für mich will.
vor 2 Tagen1 Min. Lesezeit
Terror am Vormittag.
Kleine Anekdote vom heutigen Tag: Ich gehe mit Floki spazieren. Mein Akku ist mal wieder maximal mit 15% gefüllt und es ist erst halb neun. Jippie. Wie wieder mit so wenig Kraft auskommen? Ich bin müde. Die Nacht war wie so oft nicht so der Knüller. Ich fühle mich ausgelaugt. Die Depression sitzt schon ziemlich präsent mit ihrem Kaffee in der Hand da und tut ihr bestes alles zu überschatten. Meine Gedanken kreisen. Ich war gestern laufen. Das war schön. 17 km … plus mehrere S
21. Mai2 Min. Lesezeit
Kuriositäten.
Manche Dinge im Leben einer Person, in deren Leben sich die Depression eingenistet hat, sind einfach seltsam und für einen Außenstehenden wohl kaum nachvollziehbar. Zumindest in meinem Fall, denn ich kann immer nur für mich sprechen. Ein Beispiel ist das Ding mit der Einsamkeit. Man fühlt sich oft einsam und isoliert und gefangen in seiner Erkrankung. Die meisten sozialen Kontakte sind mit der Zeit verloren gegangen, weil man sich zurückzieht. Man sehnt sich irgendwie nach Ko
20. Mai2 Min. Lesezeit
Ich ertrinke.
Nicht wirklich im Wasser. Denn Schwimmen finde ich doof. Deswegen wurde es mit dem Triathlon auch nie etwas. Ich habe das Gefühl in dem Suff der Depression und all den Problemen und meinem Leid zu ertrinken und es ist weit und breit kein Rettungsboot in Sicht. Ich versuche schon so lange mich irgendwie über Wasser zu halten und kämpfe gegen den Sturm und die hohen Wellen an und schwimme gegen die Strömung, die mich immer weiter raus zieht. All meine Päckchen hängen wie Blei a
4. Mai1 Min. Lesezeit
Du wurdest aus der Gruppe entfernt.
Ein Satz, den man als Betroffene einer Depression wahrscheinlich öfter liest. Und man ist wohl selbst schuld. Denn man antwortet einfach nicht mehr auf Nachrichten. Oft Wochen lang nicht. Man nimmt auch nicht mehr an Gesprächen bzw Chats teil. Wozu auch? Man hat nichts zu sagen. Und man scheut es eventuell anecken zu können. Man will den Stress nicht. Nein, man könnte damit nicht umgehen. Es wäre zu viel. Deswegen meidet man alles, was auch nur ganz eventuell zu Stress, einem
2. Mai1 Min. Lesezeit
Wie gelähmt.
Ich wache auf. Öffne die Augen. Floki ist wach, also muss er gleich raus. Ich checke kurz meine Gefühlslage. Müde, benommen. Je nachdem wie die Nacht war. Leere, ein dumpfes Gefühl. Aber ich muss aufstehen. Floki lacht mich an. In die Küche, Espresso machen, Medis nehmen, Kater füttern und dem Kater sein Medikament geben. Dann schnell anziehen und raus mit Floki. In einen Waldabschnitt in dem möglichst wenig Menschen unterwegs sind. Am besten gar keine. Denn ich möchte mich a
29. Apr.2 Min. Lesezeit
Fürsorge am Arsch.
Kleine Anekdote aus dem Leben einer depressiven Person. Fehlende Belastbarkeit, Dünnhäutigkeit, sowie extrem schnelle Überforderung und darauf folgender Rückzug sind zumindest in meinem Fall Symptome dieser unglaublich unsympathischen Erkrankung. Überraschend nett fand ich vor einem Jahr die Erkenntnis, dass es wohl eine Stelle „im Verein“ gibt, in deren E-Mail Adresse ein Wort wie Fürsorge (!) vorkommt. Cool. Nettes Gespräch geführt, in dem mir Ängste genommen wurden und mir
29. Apr.2 Min. Lesezeit
Dann schreibe ich halt.
„Würden Sie denn heute noch etwas für sich tun oder ist heute gar keine Kraft da? Vielleicht lesen oder schreiben?“… Ich sitze meiner wundervollen Ergotherapeutin gegenüber und mir laufen still die Tränen über die Wangen. Ich kann sie mal wieder nicht abstellen. Sie laufen einfach. Ich mal wieder nicht, denn jegliche Energie fehlt. Seit Wochen. Heute aber wieder komplett. Alles ist zu viel. Alles. Ich schaue sie an. Ich weiß nicht was ich antworten soll. An Tagen, an denen es
28. Apr.1 Min. Lesezeit
Schlecht ist kein Gefühl.
Gut ist kein Gefühl. Das habe ich in einem Podcast gelernt, den ich mir aktuell gerne anhöre. In jeder Folge geht es am Anfang um die Befindlichkeit der beiden Podcaster. Also darum, wie es ihnen an dem Tag so geht. „Gut ist kein Gefühl!“. Darüber habe ich dann erstmal länger nachgedacht. Es geht ja darum, was darunter ist. Was tiefer liegt. Welche Gefühle stecken hinter dem Zustand „gut“? Dann ist schlecht aber doch auch kein Gefühl, richtig? Schlecht. Aktuell wohl meine Ant
10. Apr.2 Min. Lesezeit
Irgendwas ist gestorben.
Ich nicht. Keine Sorge. Dann könnte ich diesen Text ja auch nicht mehr schreiben. Macht Sinn. Aber in mir ist etwas gestorben, einfach weg. Aber es hat etwas zurück gelassen. Etwas was mir sehr bekannt ist. Nichts. Ein Gefühl von nichts. Leere. Kälte. Ich habe ja schon öfter darüber geschrieben, dass es mit der Depression und den ganzen anderen Special Effects die ich so habe ein auf und ab ist. Sehr schlechte Phasen, dann tatsächlich etwas bessere, dann weniger schlechte, da
6. Apr.2 Min. Lesezeit
Unangebracht.
Mein Verhalten ist unangebracht, impulsiv, zu viel, unüberlegt, nicht steuerbar, zu krass, unverständlich, lächerlich. Starke Stimmungsschwankungen gepaart mit einer Art Gleichgültigkeit und der aktuell absolut schrecklichen Verzweiflung und Hilflosigkeit. Probleme mit der Impulskontrolle. Immer alles oder nichts. Unangebracht. Das schmerzt. Es triggert etwas in mir. Etwas was mir sagt, du bist lächerlich, nicht ernst zu nehmen. Zu viel. Das macht man so nicht. Man. Der norma
5. Apr.1 Min. Lesezeit
Begegnung im Wald.
Ich laufe durch den Wald. Irgendwie kopflos, wie in einem dichten, trostlosen Nebel. Alles erscheint wieder so sinnlos. Freude? Fehlanzeige. Warum läuft sie dann?, könnte man sich fragen. Weil ich die Hoffnung habe, dass sich der Nebel ein klein wenig lichten könnte. Und weil der innere Antreiber heute nichts anderes zugelassen hätte! Denn gestern hast du schon nichts gemacht du faules, fettes Stück! Seit gestern ist es auch alles wieder schlimmer. Ich habe wieder das Gefühl,
4. Apr.2 Min. Lesezeit
Stand der Dinge.
2026 ist jetzt schon ein paar Tage alt und es ist auch schon ein paar Tage her, dass ich zuletzt einen Blogeintrag verfasst habe. Warum eigentlich? Tja, gute Frage. Ich bin keine professionelle Bloggerin und schreibe nur dann, wenn ich die Lust und das Bedürfnis habe das Chaos in meinem Kopf in einem Text zu ordnen. Oder es zumindest zu versuchen. Das positivste zuerst: Ich habe eine neue Psychotherapeutin gefunden und bereits ein paar Sitzungen bei ihr gehabt. Kaum zu glaube
4. Apr.2 Min. Lesezeit
Ruhe jetzt!
Ich will einfach nur Ruhe. Ich will, dass alle die Schnauze halten. Und zwar sofort. Ich kann es nicht mehr ertragen. Dieses ohrenbetäubende Getöse, diese Forderungen, dieses Geschrei, diese Bewertungen… Ich kann nicht mehr. Ich fühle mich, als würde ich an ihnen zerbrechen. An manchen Tagen mehr, an anderen etwas weniger. Einen Großteil meines Lebens waren der Antreiber und die Essstörung die lautesten von ihnen. Non stop am verbessern, am optimieren, am korrigieren, am antr
21. Feb.2 Min. Lesezeit
Schwarzes Loch.
Rosenmontag. Ich gehe wie jeden Morgen mit Floki in den Wald. Ich bin müde, weil ich kaum geschlafen habe. Die Nacht war wieder schlimm, so wie der vorherige Abend. Dieses Gefühl der tiefen Traurigkeit ist wieder so stark. Alles erscheint mir sinnlos, freudlos und alles liegt unter diesem dichten Nebel. Wir gehen den schmalen Weg am Bach entlang und Floki freut sich. Ich schaue ihm zu wie er auf und ab rennt, bellt und durch den Bach springt. Und ich fange an zu weinen. Ich f
20. Feb.2 Min. Lesezeit
Weißer Hund.
Ich bin Floki, sieben Monate alt und ein flauschiger Samojede. Ich lebe seit Mitte September bei meinen Menschen, die mich sehr lieb haben. Besonders meine Mama. Sie kümmert sich um mich und sorgt dafür, dass es mir nie an etwas mangelt. Sie versucht immer alles richtig zu machen, immer Kraft aufzubringen um mir ein super Hundeleben zu bieten. Und ich hab sie so lieb. Ich bin kein klassischer Schmusehund. Noch nicht. Manche sagen, das würde sich bei uns Samojeden später änder
14. Feb.2 Min. Lesezeit
Instabil.
Seit ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass ich hier und da ein helle Blau zwischen dem ganzen Grau erkennen konnte. Kleine Fortschritte, tiny habits. Ich hatte zum Beispiel ein sehr positives Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin mit der ich mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen könnte. Sie kann mir zwar erst in einigen Wochen regelmäßige Termine anbieten aber bis eine Genehmigung da ist dauert es ja erfahrungsgemäß eh … etwas. Also ein kleiner Lichtblick. Nach vier
13. Feb.2 Min. Lesezeit
Grauer Schmier.
Kennt ihr das, wenn ihr etwas zu lang nicht oben auf den Küchenschränken geputzt habt? Wenn sich dort aufgrund von Koch- und Bratvorgängen so ein dezent klebriger Schmier bildet, auf dem sich dann der Staub niederlässt? Und was ergibt das dann? Eine graue Schicht Schmier, die, je nachdem wie lange dort nicht mehr geputzt wurde, mehr oder weniger dick und grau ist. Es ist echt schwer diesen Schmier wieder weg zu bekommen. Er klebt, hält sich quasi am Küchenschrank fest. Man be
17. Jan.2 Min. Lesezeit
Eingesperrt.
Sport, Arbeiten, Schlafen, mich gedanklich mit Kalorien, Figur, Leistung und Optimierung zu beschäftigen. Oder mit Hungern oder dem berechnen der Kalorienbilanz. Dann noch die Gassi Runden mit meinem Gassi Hund Hugo, der zu der Zeit noch lebte. Das war’s. Viel mehr Inhalt gab es in meinem Leben nicht. Feiern, mit Freunden weggehen, irgendwelche spaßigen Unternehmungen, nö. Zu sehr war ich in meinen Strukturen gefangen und bin es auch heute zum Teil noch. Aufgebrochen wurden d
7. Jan.2 Min. Lesezeit
Nur Matsch im Hirn.
30.12.2025. Ein Spaziergang im Wald mit Floki und seiner Freundin Naiade. Alles wie immer. Die Hunde freuen sich darüber im Wald unterwegs zu sein und die Bewegung an der frischen Luft tut auch mir gut. Doch etwas ist anders. Die Hunde sind spürbar nervös, schauen sich immer wieder um. Der Grund: Knallgeräusche, die immer wieder zu hören sind. Plötzlich, laut, ungewohnt. Floki erschrickt, rennt los. Gott sei Dank ist er angeleint. Aber mit dem erholsamen Spaziergang ist es vo
1. Jan.4 Min. Lesezeit
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