Endstation?
„Und wie war dein Wochenende? Hast du was schönes gemacht?“. Stille. Kurzes in mich gehen. Soll ich wie immer antworten: „Och joa, nichts besonderes.“ Oder: „War eher ruhig“. Oder soll ich die Wahrheit sagen? Wie ruhig es wirklich war. Soll ich ernsthaft erzählen, wie schlecht es mir wieder geht und dass ich das Wochenende eigentlich nur im Bett und auf der Couch gelegen habe, weil ich zu nichts anderem in der Lage war. Weil ich wie gelähmt war. Wie gelähmt bin. Gefangen in einem dichten Nebel aus Traurigkeit und absoluter Verzweiflung. Freudlosigkeit, Hoffnungslosigkeit… bla bla..Weil ich keinen Sinn mehr darin gesehen habe aufzustehen. Keinen Sinn mehr sehe. Die Spaziergänge mit Floki natürlich ausgenommen. Aber auch die sind kürzer geworden. Es fehlt die Kraft. Für alles. Ich liege da und starre ins Leere. Oder schaue den Fernseher an, ohne wirklich mitzubekommen was das Programm grandioses zu bieten hat. Oder ich schlafe. Schlafen, herrlich. Einfach einschlafen und aufwachen wenn das Leben wieder bunter ist? Das wäre schön. Ich schlafe, damit die Tage vorbei gehen. Wobei das eigentlich sinnlos ist, denn auf jeden Tag der vorbei ist folgt wieder nur ein neuer dunkler Tag. Ich frage mich immer öfter, ob das nun der Zustand ist, mit dem ich leben muss. Mit dem ich mich abfinden muss. Der Zustand, in dem ich einfach die Arschbacken zusammenkneifen muss und mich gefälligst nicht so anstelle. Woher weiß man, wann das Maximum an Verbesserung im Verlauf einer Depression erreicht ist? Sind diese schrecklichen Phasen nun einfach etwas womit ich leben muss? Die immer bleiben? Soll das jetzt das Leben sein? Mein Leben? Meine Gedanken dazu kann ich hier leider nicht schreiben. Aus Gründen. Man könnte sie falsch interpretieren.
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