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Hör mal wer da spricht.

  • 10. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Stimmen im Kopf! Ach herrje, jetzt ist sie auch noch schizophren. Nein. Keine Sorge. Aber ich höre sie trotzdem. Diese unterschiedlichen Stimmen, von diesen Monstern, die Teil von mir sind und wahrscheinlich auch für immer bleiben werden. Mal sind sie leise und man kann sie gut überhören. Aber oft schreien sie wild durcheinander. Sie diskutieren und zerren an mir. Jeder versucht mich zu überzeugen, dass seine Ansichten richtig sind und dass derjenige das Beste für mich will. Der Antreiber, die Essstörung und die Depression. Die Verlustangst mit ihrer besten Freundin, der Eifersucht. Dazwischen irgendwo hänge ich. Mein gesundes Ich. Die echte Johanna. Denn ich bin nicht die Depression, ich bin nicht meine Essstörung und ich bin nicht die Eifersucht oder die Verlustangst. Und der Antreiber ist auch nur ein Teil von mir. Nicht Ich. Ich möchte manchmal schreien, dass sie alle die Schnauze halten und mich endlich in Ruhe lassen sollen. Dass sie ihre scheiß Überzeugungen und Weisheiten für sich behalten und sich aus meinem Leben verziehen sollen. Für immer. Denn so oft breche ich noch vor lauter Krach zusammen und kann es nicht mehr ertragen. Hörsturz oder so. Ich wünsche mir, dass ich es irgendwann schaffe mir den Kram den die Monster von sich geben zwar anzuhören aber dann selbst entscheiden kann, ob ich darauf eingehe und in welchem Maß und in welcher Form. Ich möchte nicht mehr so stark von ihnen beeinflusst werden dieses Gefühl des Kontrollverlustes nicht mehr ertragen müssen. Ich will wieder selbst bestimmen und die Kontrolle haben. Ich, die echte Johanna. Daran arbeite ich.

 
 
 

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