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Wie gelähmt.

  • 29. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Ich wache auf. Öffne die Augen. Floki ist wach, also muss er gleich raus. Ich checke kurz meine Gefühlslage. Müde, benommen. Je nachdem wie die Nacht war. Leere, ein dumpfes Gefühl. Aber ich muss aufstehen. Floki lacht mich an. In die Küche, Espresso machen, Medis nehmen, Kater füttern und dem Kater sein Medikament geben. Dann schnell anziehen und raus mit Floki. In einen Waldabschnitt in dem möglichst wenig Menschen unterwegs sind. Am besten gar keine. Denn ich möchte mich am liebsten nur verkriechen. Auch im Wald. Mit Floki unterwegs sein. Podcast hören. Grüße gehen raus an das Team von „Sucht und süchtig“ und „Im Rausch“. Irgendwie den Kopf sortieren. Plötzlich Tränen. Weinend durch den Wald laufen ist mir mittlerweile aber vertraut. Mist, wieder keine Taschentücher. Zur Zeit bin ich so unbelastbar und so gelähmt innerlich, dass ich nicht mehr zwei Stunden, sondern eher eine bis ein einhalb schaffe. Nach Hause. Flüchten. Verkriechen. Vorher Floki füttern. Er chillt sich auf den Balkon. Ich bin zu nichts in der Lage. Liege auf der Couch. Mein Körper fühlt sich schwer wie Blei an. Staubsaugen? Die Küche aufräumen? Das Bad putzen? Duschen? Müll rausbringen? Nein. Geht nicht. Ich bleibe liegen. Gucke die Wand an. Schlafe wieder ein. Bin gelähmt. Ausgebremst. Neben der Spur. Nichts ist mehr von mir übrig. Nichts. Erbärmlich. Zweiter Spaziergang mit Floki. Anspannung. Mehr Menschen im Wald. Stress. Tränen. Egal. Für Floki bin ich da. Ich möchte versuchen eine gute Hunde Mama zu sein. Er hat es verdient. Er kann ja nichts dafür. Zweiten Spaziergang geschafft. Zurück ins Versteck. Leere. Traurigkeit. Sinnlosigkeit. Freudlosigkeit. Erinnerungen an frühere Zeiten. Ein schlechtes Gewissen. Was bin ich für ein erbärmliches Wesen geworden? Versagerin. Im mich selbst fertig machen war ich schon immer gut. Alleine. Einsam mit mir und meinen Dämonen. Futter für Floki. Abends nochmal Spaziergang. Kurz. Im Park. Hoffentlich wenig Menschen. Nach Hause. Verstecken. Gelähmt. Betäuben? Oder ohne Betäubung versuchen zu schlafen? Ein Versuch ist es wert.

 
 
 

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