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Dann schreibe ich halt.

  • 28. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

„Würden Sie denn heute noch etwas für sich tun oder ist heute gar keine Kraft da? Vielleicht lesen oder schreiben?“…


Ich sitze meiner wundervollen Ergotherapeutin gegenüber und mir laufen still die Tränen über die Wangen. Ich kann sie mal wieder nicht abstellen. Sie laufen einfach. Ich mal wieder nicht, denn jegliche Energie fehlt. Seit Wochen. Heute aber wieder komplett. Alles ist zu viel. Alles. Ich schaue sie an. Ich weiß nicht was ich antworten soll. An Tagen, an denen es mir so schlecht geht, fällt es mir schwer überhaupt zu sprechen. Zu formulieren, was in mir vor geht. Alles kommt mir nur noch sinnlos vor. Wozu? Warum? Wofür? Keine Ahnung. Ich bin so unglaublich erschöpft und überfordert. Mit allem. Ich fühle mich, als würde ich von meinen ganzen Sorgen und Päckchen, den Erkrankungen langsam aber sicher zerquetscht werden. Ich fühle mich, als würden sie mir die Luft zum Atmen nehmen. Ich bin maximal dünnhäutig. Irgendeine Kleinigkeit? Tick, tick, BOOOOOM! + Heulerei. Mega.


Ob ich mir heute noch vorstellen kann etwas für mich zu tun? Lesen? Schreiben? „Ich weiß es nicht“, antworte ich. Und weine. Ich kann einfach nicht mehr. Alles ist so dunkel und ich würde so gerne mal wieder Freude an etwas empfinden. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, ob es nicht irgendwelche „Gute Laune Pillen“ gibt, die ich mir besorgen könnte. Gibt es mit Sicherheit. Aber da ich extrem zu Extremen neige und sicherlich suchtanfällig bin, sollte ich das wohl lieber bleiben lassen. Kann ich mir eh nicht leisten. Kaufsucht sei Dank. Jippie. Uff. Nur noch verkriechen. Das erscheint mir am attraktivsten.


…..und den kleinen Text schreiben. Gute Nacht.

 
 
 

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