top of page

Diese acht Falten.

  • 27. Nov. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Acht Stück. Eins, zwei, drei, vier… und so weiter. Acht Stück. Acht Falten im Vorhang. Beziehungsweise in den zwei Vorhängen in meinem Schlafzimmer vor den Fenstern. In den Verdunkelungsvorhängen. Verdunkelung. Ungefähr so wie sich mein Leben auch verdunkelt hat. Naja, auf jeden Fall sind es acht. Ich kann mich nicht irren, denn ich habe sie so oft gezählt. So oft angestarrt. So wie jetzt. Einfach stumpf diese doofen, dunklen Vorhänge angestarrt. Alternativ hätte ich auch die Decke anstarren können aber acht Falten in den Vorhängen sind viel interessanter als die weiße Decke. Ich starre und zähle und versuche irgendwie dieses Wirrwarr, dieses Knäuel an Gefühlen die ich nicht benennen kann, zu entwirren. Zu durchblicken. Oder einfach auszuhalten. Durchzuhalten. Mal wieder. Denn es tut mir weh. Es schmerzt. Es lässt mich fühlen, als würde ich innerlich zerspringen. Implodieren. Irgendwie zu viel Energie und gleichzeitig wie gelähmt. Ich will heulen aber es kommt nichts. Ich will schreien oder strampeln oder reden aber es ist keine Kraft da für nichts. Und es gibt keine Worte dafür. Traurigkeit, Wut, Verzweiflung, Überforderung XXL. Einfach alles und nichts. Und es tut weh. Ich starre und starre und warte und hoffe und überlege ob ich aufspringen soll und durchs Dorf laufen soll, wie ich es schon oft gemacht habe, um irgendwie wieder die Kontrolle über mich und meine Gefühle zu bekommen. Aber es ist ein Uhr, es ist Sau kalt, ich hab keinerlei Kraft aufzustehen und erst recht nicht meine Jacke und Schuhe anzuziehen. Also bleibe ich liegen. Wie gelähmt. Und ich starre. Und ich zähle. Eins, zwei, drei, vier…. und so weiter. Acht Falten. Acht Falten im Vorhang.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Fast lustig, wenn es nicht so scheiße wäre.

Sich den Kopf über ungelegte Eier zerbrechen, ewig grübeln, in Gedankenschleifen hängen und kein Stück näher an eine Lösung kommen. Grübeln ist im Vergleich zu nachdenken null sinnvoll, habe ich geler

 
 
 
Hello again.

In den letzten Wochen hatte ich das Gefühl, dass es endlich etwas Berg auf geht. Ich hatte das Gefühl Fortschritte zu machen und hatte das Durcheinander der Emotionen etwas besser im Griff. Nicht mehr

 
 
 
Ich packe meinen Koffer.

… und nehme mit? Na alles man so braucht im Wanderurlaub in den Bergen. Was man im Urlaub gar nicht gebrauchen kann, mich aber immer begleitet, sind meine Monster, die mir immer den Spaß verderben wol

 
 
 

Kommentare


bottom of page