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Diese acht Falten.

  • jpfuetzenreuter2
  • vor 4 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Acht Stück. Eins, zwei, drei, vier… und so weiter. Acht Stück. Acht Falten im Vorhang. Beziehungsweise in den zwei Vorhängen in meinem Schlafzimmer vor den Fenstern. In den Verdunkelungsvorhängen. Verdunkelung. Ungefähr so wie sich mein Leben auch verdunkelt hat. Naja, auf jeden Fall sind es acht. Ich kann mich nicht irren, denn ich habe sie so oft gezählt. So oft angestarrt. So wie jetzt. Einfach stumpf diese doofen, dunklen Vorhänge angestarrt. Alternativ hätte ich auch die Decke anstarren können aber acht Falten in den Vorhängen sind viel interessanter als die weiße Decke. Ich starre und zähle und versuche irgendwie dieses Wirrwarr, dieses Knäuel an Gefühlen die ich nicht benennen kann, zu entwirren. Zu durchblicken. Oder einfach auszuhalten. Durchzuhalten. Mal wieder. Denn es tut mir weh. Es schmerzt. Es lässt mich fühlen, als würde ich innerlich zerspringen. Implodieren. Irgendwie zu viel Energie und gleichzeitig wie gelähmt. Ich will heulen aber es kommt nichts. Ich will schreien oder strampeln oder reden aber es ist keine Kraft da für nichts. Und es gibt keine Worte dafür. Traurigkeit, Wut, Verzweiflung, Überforderung XXL. Einfach alles und nichts. Und es tut weh. Ich starre und starre und warte und hoffe und überlege ob ich aufspringen soll und durchs Dorf laufen soll, wie ich es schon oft gemacht habe, um irgendwie wieder die Kontrolle über mich und meine Gefühle zu bekommen. Aber es ist ein Uhr, es ist Sau kalt, ich hab keinerlei Kraft aufzustehen und erst recht nicht meine Jacke und Schuhe anzuziehen. Also bleibe ich liegen. Wie gelähmt. Und ich starre. Und ich zähle. Eins, zwei, drei, vier…. und so weiter. Acht Falten. Acht Falten im Vorhang.

 
 
 

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