Under pressure?!
- jpfuetzenreuter2
- 23. Nov.
- 2 Min. Lesezeit
In einem meiner Blogeinträge habe ich schon mal beschrieben, dass ich immer mehr das Gefühl habe, dass meine Zeit abläuft. Stopp, stopp, keine Sorge! So meine ich das nicht. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit die mir gewährt wird um gesund zu werden und endlich wieder zu funktionieren langsam abläuft. Ich weiß, dass mir das so direkt bisher niemand gesagt hat aber das Gefühl wächst immer mehr desto häufiger ich wieder Rückschläge erleide und feststellen muss, dass es einfach echt oft noch echt beschissen ist. Geduld ist nicht so meine Stärke und in der Vergangenheit habe ich von mir in allen Bereichen immer sehr schnell Verbesserung und Erfolge erwartet. Im „zu hart zu mir sein“ bin ich nämlich echt verdammt gut. Und nun muss ich wohl irgendwie akzeptieren, dass das mit dem gesund werden bei psychischen Erkrankungen scheinbar tricky ist. Denn, erstens scheint das einfach länger zu dauern als bei einer Grippe oder einem gebrochenen Bein und zweitens sind psychische Erkrankungen einfach viel zu individuell als dass einem irgendwer sagen könnte wann man denn dann endlich gesund sein wird. Ich glaube, dass das mit dem vollständig gesund werden in dem Fall eh nichts wird. Ich denke, dass die Erkrankung ein Leben lang Teil meines Lebens sein wird. Aber der Teil muss minimiert werden und darf sich nicht mehr ständig in den Vordergrund drängeln. Ich muss es schaffen die Erkrankung an die Kette zu legen. Aber aktuell verzweifle ich daran, dass sich so wenig tut und ich wieder komplett lost bin und was Therapie angeht wieder bei null stehe. Ich spüre den Druck mich nun schnellst möglich darum kümmern zu müssen eine neue Psychotherapeutin zu finden. Schnellst möglich. Hahaha.. mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein. Schnell und Therapieplatz, das passt einfach nicht zusammen. Und wenn es einem schlecht geht, ist es doppelt und dreifach so schwer sich dieser Herausforderung zu stellen. Erneut. Diesen Druck zu spüren führt nicht gerade dazu, dass man sich besser fühlt. Irgendwie ein Teufelskreis. Aber hey, eine neue Liste mit Therapeuten habe ich schon angefangen zu erstellen. Und es stehen schon zwanzig Namen drauf. Jeweils mit den Telefonzeiten in denen man die Herrschaften kontaktieren darf. Oft geht trotzdem keiner dran und man hinterlässt eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Nur leider werden diese Nachrichten so gut wie nie beantwortet. Dann wird eine Email geschrieben. Doch leider werden auch die so gut wie nie beantwortet. Und wenn dann nur mit Absagen. Keine neuen Patienten mehr, Wartezeit über einem Jahr. Jaja, ich weiß. Jippie. Und der Druck steigt.
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