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Happiness.

  • jpfuetzenreuter2
  • 14. Okt.
  • 2 Min. Lesezeit

Das Wort „happiness“ ziert als Tattoo meinen rechten Oberarm. Auf der Rückseite, über dem Ellbogen. Ich fand es schön. Fand, dass ein Schriftzug dort gut hin passt und ja vielleicht dachte ich zu der Zeit sowas wie happiness auch zu empfinden. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau wann ich mir das Tattoo habe stechen lassen.


Heute denke ich, dass ich mir das Tattoo eigentlich entfernen lassen müsste. Oder es einfach durchstreichen lassen müsste. Denn Tattoos sollen doch auch irgendwie eine Bedeutung haben. Und was happiness bedeutet habe ich irgendwie vergessen. Glücklich sein, Fröhlichkeit, Freude… ein Zustand beziehungsweise  Gefühle, in dem ich lange nicht mehr war und die ich lange nicht mehr gefühlt habe. Das letzte Jahr war so unglaublich scheiße, dass ich mehr damit beschäftigt war zu überleben als damit glücklich zu sein. Seit einem Jahr überdeckt die Depression alles. Raubt jedes schöne Gefühl und schenkt einem dafür nur Müll. Aber wie war es denn davor? Bevor die Depression alles ins Dunkel gebracht hat? Gab es da wirkliche Freude in meinem Leben? Ich kann mich tatsächlich nicht wirklich daran erinnern. Alles ist überschattet von den Gedanken an die vielen Kämpfe die ich schon so lange kämpfe und ich spüre nur Anstrengung und Erschöpfung wenn ich zurückdenke. Es war immer mehr ein Streben nach dem Glücklichsein. Immer ein „Wenn ich das und das erreicht habe, in der Regel ein bestimmtes äußeres Erscheinungsbild oder ein bestimmtes Gewicht, dann bin ich glücklich! Ganz sicher! Dann kann ich endlich richtig loslegen und dann wird das Leben richtig schön.“ …. Immer ein wenn, dann. Und der Punkt kam nie. Ich kam nie da an an diesem Punkt wo es dann endlich perfekt war. Nie. Und das werde ich auch nie. Das ist mir mittlerweile klar. Vielleicht sollte ich dann einfach davon loslassen. Aufhören nach irgendwas zu streben, was ich nie erreichen werde. Zur Zeit sorgt die Depression dafür, dass mir eh jeglicher Antrieb fehlt nach irgendwas zu streben. Aber sie verschafft viel Zeit zum Grübeln, zum hinterfragen, zum Zweifeln. Happiness… so weit entfernt davon war ich gefühlt noch nie.

 
 
 

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