top of page

Instabil.

  • 13. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Seit ein paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass ich hier und da ein helle Blau zwischen dem ganzen Grau erkennen konnte. Kleine Fortschritte, tiny habits. Ich hatte zum Beispiel ein sehr positives Erstgespräch mit einer Psychotherapeutin mit der ich mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen könnte. Sie kann mir zwar erst in einigen Wochen regelmäßige Termine anbieten aber bis eine Genehmigung da ist dauert es ja erfahrungsgemäß eh … etwas. Also ein kleiner Lichtblick. Nach vier Monaten ohne Sport die wichtig waren um mal aus dem Hamsterrad auszusteigen habe ich vor gut zwei Wochen wieder mit dem Laufen begonnen. Erschreckend wie sehr man abbaut aber auch schön wieder etwas Kraft dafür zu haben. Kleine Schritte der Besserung. Doch ich stehe auf sehr sehr wackeligen Beinen. Es werden wieder Stimmen laut, die mir erzählen, dass nun doch wieder täglich Sport gemacht werden muss und dass die Kilometer schnell wieder gesteigert werden müssen. Verbrennen, verbrennen, verbrennen. Dünner werden und zwar schnell. Ich versuche gegen die Stimmen anzukämpfen aber ertappe mich dann doch dabei wenn es zufällig statt geplanten 10 km doch 15 km werden. Hoppla. Auch der Drang sich zusätzlich nun auch bei den Spaziergängen mit Floki jedes Mal mindestens 90-120 Minuten zusätzlich zum Sport bewegen zu müssen wird größer. Alles wieder sehr anstrengend. Kräfte raubend. Doch ich merke auch im Alltag wie extrem instabil ich immernoch bin. Gereizt, dünnhäutig, überfordert. All die Kraft die ich so mühsam zusammen gekehrt habe ist sofort komplett weg, wenn mich negative Nachrichten erreichen. Der Plan meines Partners eventuell ein Jahr beruflich ins Ausland zu gehen. Ein Schlag in die Magengrube. Panik, Hilflosigkeit. Meine größte Stütze … weg? Unvorstellbar. Für mich nicht zu meistern. Feierlichkeiten an Karneval die Futter für die Eifersucht und die Verlustangst sind. Bäm! Sofort wie gelähmt. Kraftlos und wieder am zusammenkehren… obwohl das doch Quatsch ist. Für mich und meine Monster nicht. Ich bin Ballast der einschränkt, der isolieren möchte. Und aufgrund meiner Erkrankung Menschen die ich liebe in ihrem Leben behindert. Bis man dann wahrscheinlich irgendwann feststellt, dass man nicht mehr kann und die Psycho Tante doch zu viel ist. Ich hoffe das bisschen Kraft kommt schnell zurück. War ganz nett mit ihr. Jetzt ist der Stecker erstmal wieder gezogen. Betäubt. Gute Nacht.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Ruhe jetzt!

Ich will einfach nur Ruhe. Ich will, dass alle die Schnauze halten. Und zwar sofort. Ich kann es nicht mehr ertragen. Dieses ohrenbetäubende Getöse, diese Forderungen, dieses Geschrei, diese Bewertung

 
 
 
Schwarzes Loch.

Rosenmontag. Ich gehe wie jeden Morgen mit Floki in den Wald. Ich bin müde, weil ich kaum geschlafen habe. Die Nacht war wieder schlimm, so wie der vorherige Abend. Dieses Gefühl der tiefen Traurigkei

 
 
 
Weißer Hund.

Ich bin Floki, sieben Monate alt und ein flauschiger Samojede. Ich lebe seit Mitte September bei meinen Menschen, die mich sehr lieb haben. Besonders meine Mama. Sie kümmert sich um mich und sorgt daf

 
 
 

Kommentare


bottom of page