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Weißer Hund.

  • 14. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Ich bin Floki, sieben Monate alt und ein flauschiger Samojede. Ich lebe seit Mitte September bei meinen Menschen, die mich sehr lieb haben. Besonders meine Mama. Sie kümmert sich um mich und sorgt dafür, dass es mir nie an etwas mangelt. Sie versucht immer alles richtig zu machen, immer Kraft aufzubringen um mir ein super Hundeleben zu bieten. Und ich hab sie so lieb. Ich bin kein klassischer Schmusehund. Noch nicht. Manche sagen, das würde sich bei uns Samojeden später ändern. Aktuell bin ich wild und hab meinen eigenen Kopf.


Es gibt immer wieder Tage, da ist Mama verändert. Da steht sie erst später auf, was ich ihr nicht übel nehme. Ich bin echt flexibel mit meinem ersten Spaziergang. Ich merke dann, dass ihr ihre Kraft und Energie fehlt und dass es ihr nicht gut geht. Sie lächelt mich trotzdem immer an und ich laufe zu ihr und gebe ihr einen Kuss um ihr zu zeigen, dass ich für sie da bin und sie sehr lieb hab. Ich wedle mit dem Schwanz um ihr zu zeigen, dass ich glücklich darüber bin, dass sie da ist. Ich glaube nämlich, dass sie selbst manchmal gar nicht mehr da sein möchte und das macht mir Angst. Manchmal sitzt sie im Wohnzimmer auf dem Boden und irgendeine Flüssigkeit läuft ihr über das Gesicht. Tränen. Sie sitzt da mit angewinkelten Beinen und stützt den Kopf in die Hände. Sie scheint sehr traurig zu sein. Ich laufe zu ihr und stupse sie mit meiner schwarzen Nase an. Sie hebt den Kopf und ich schlecke ihr über das Ohr und die Wange. Dann muss sie immer kichern. Ich freue mich, wenn ich sie aufmuntern kann. Wenigstens für einen Moment. Sie zieht mich an sich heran und drückt mich. Ich mag das eigentlich nicht so gern aber ich spüre, dass es ihr schlecht geht und sie mich braucht. Also stehe ich da und lasse mich drücken und streicheln. Dann lege ich mich neben sie, damit sie nicht alleine ist. Sie geht mit mir jeden Tag in den Wald und ich glaube, das hilft ihr auch. Zur Zeit höre ich nicht immer auf sie aber das ist nicht böse gemeint. Die gemeinsame Zeit in der Natur tut uns beiden gut.


Ich weiß nicht warum Mama oft so traurig ist. Es kommt plötzlich, einfach so. Oder sie wacht morgens schon so auf. Der schwarze Hund ist dann wieder da. Das hat sie mal gesagt. Als sei er dann ihr ständiger Begleiter. Ich weiß nicht genau was das bedeutet, denn hier wohnt doch nur ein weißer Hund. Nur ich. Der flauschige, weiße Eisbär. Der, der immer lächelt. Und ich bin stärker als dieser schwarze Hund. Ganz bestimmt. Ich möchte in Zukunft an ihrer Seite sein so lang wie ich kann und ich freue mich darauf viele tolle Sachen mit ihr zu erleben. Und den schwarzen Hund? Den werde ich mit meinem Bellen verjagen. Denn das kann ich gut.

 
 
 

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