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Schwarzes Loch.

  • 20. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Rosenmontag. Ich gehe wie jeden Morgen mit Floki in den Wald. Ich bin müde, weil ich kaum geschlafen habe. Die Nacht war wieder schlimm, so wie der vorherige Abend. Dieses Gefühl der tiefen Traurigkeit ist wieder so stark. Alles erscheint mir sinnlos, freudlos und alles liegt unter diesem dichten Nebel. Wir gehen den schmalen Weg am Bach entlang und Floki freut sich. Ich schaue ihm zu wie er auf und ab rennt, bellt und durch den Bach springt. Und ich fange an zu weinen. Ich fühle mich so überfordert und hilflos. Einfach so. Ich gehe in die Knie und Floki kommt angelaufen und stupst mich mit seiner Nase an. Er schleckt mir über die Wange und lächelt mich mit seinem Samojede Lächeln an. Er fragt sich sicher oft, was mit seinem Frauchen los ist. Ob er versteht, dass es mir nicht gut geht? Es fühlt? Bestimmt. Ich gehe mit ihm weiter unsere Runde und immer wieder muss ich stehen bleiben, weil ich mich selbst mit dem Gassi gehen überfordert fühle. Ich fühle mich, als könnte ich gar nichts mehr. Ich fühle diese Angst, diese Panik im Inneren. Ich weiß nicht wovor und warum aber das kenne ich ja schon. Es braucht keinen Grund. Wir gehen die Runde zu Ende. Danach bekommt Floki sein Frühstück. Wie immer.


Ich habe wieder das Gefühl, als sei ich in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. All die Kraft die ich in letzter Zeit zusammen gesucht hatte ist wieder weg. Alles ist wieder so viel anstrengender. Ich bin irgendwie wieder von meiner Spur gekommen und hänge am Seitenstreifen fest. Ich sitze am Boden des schwarzen Lochs und mir fehlt die Kraft zu versuchen hinauszuklettern. „Wie lang möchten Sie denn dort sitzen bleiben?“, fragt mich meine Ergotherapeutin. Ich schaue sie mit Tränen in den Augen an. „Ich weiß es nicht. Mir fehlt die Kraft. Ich bleibe erstmal sitzen.“.

 
 
 

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