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Von jetzt auf gleich.

  • jpfuetzenreuter2
  • 1. Aug.
  • 1 Min. Lesezeit

Ich liege neben meinem Freund im Bett. Wir sind im Urlaub, schauen nach dem Abendessen noch etwas im Fernsehen. Alles ist gut. Eigentlich ist alles gut. Eigentlich ist doch alles gut?


Plötzlich merke ich, wie ich innerlich unruhig werde. Ich kann dem Fernsehprogramm nicht mehr folgen, kann mich nicht mehr darauf konzentrieren. In mir zieht ein Gefühl der Angst auf, der tiefen Traurigkeit. Einfach so. Von jetzt auf gleich. Mir laufen die Tränen über das Gesicht. Ich kann es gar nicht beeinflussen. Ich drehe mich von meinem Freund weg, weil ich selbst nicht weiß was los ist und nicht gefragt werden möchte. Doch natürlich bemerkt er sofort, dass etwas nicht stimmt. Er ist der aufmerksamste und einfühlsamste Mensch auf der Welt. „Weinst du?“. Ich antworte nicht, sondern drehe mich zu ihm. Ich fühle mich hilflos und traurig, einfach so traurig. Er nimmt mich in den Arm und ich muss bitterlich weinen.


„Es ist doch alles gut. Ich bin ja da.“. Nichts ist gut, schon lange nicht mehr. Was ist da wieder passiert? Warum? Warum verändert sich mein Zustand innerhalb von Minuten, von Sekunden. Das passiert regelmäßig und ohne Vorwarnung. Ohne Grund. Einfach so. Von jetzt auf gleich. Und es beschert mir nicht nur die Traurigkeit und die Unruhe, sondern dazu diese Hilflosigkeit, weil ich mich so machtlos fühle. Ich habe keine Kontrolle mehr über meine Gefühle. Und Kontrollverlust macht mir Angst. Noch mehr Angst. Mist.

 
 
 

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