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Zu hart?

  • jpfuetzenreuter2
  • 25. Okt.
  • 2 Min. Lesezeit

Eine Frage, die mir immer mal so in den Kopf kommt: Darf man, wenn man psychisch krank ist und es einem mal wieder richtig dreckig geht, ehrlich antworten wenn man gefragt wird, wie es einem geht? So richtig mit allem Drum und Dran und allen beschissenen, schockierenden Details? Oder sollte man es lieber dabei belassen mit so oberflächlichen Aussagen zu antworten, wie: Geht schon. Ist okay. Wird schon? Einfach, um das Gegenüber nicht in eine unangenehme Situation zu bringen. Ist ja auch irgendwie unbequem, wenn einem eine Person mal sagt wie es ihr wirklich geht. Wenn es richtig schlecht ist. Wenn sie durchgängig traurig ist, freudlos, hoffnungslos und ihr die Welt mal wieder viel zu viel ist. Wenn sie Tabletten nehmen muss, wenn sie immer mal nach dem Essen kotzen geht, wenn sie sich regelmäßig die Arme aufkratzt weil der innere Druck und die Unruhe nicht auszuhalten sind. Darf man das? Mir ist aufgefallen, dass beispielsweise mein Freund wenn er von seiner Mutter gefragt wird, wie es mir geht, genau das tut. Mit allgemeinen Aussagen antworten: Joa, ganz gut. Wird besser. Obwohl das Schwachsinn ist. Lieber kein Fass aufmachen? Ist ja auch unbequem. Ich mache das ja selbst auch manchmal. Wenn ich absolut keinen Bock habe mich zu unterhalten. Wie geht’s dir? Joa passt schon. Konversation beendet. Ich hab meine Ruhe. Jippie! Aber eigentlich finde ich es schade und man sollte doch öfter ehrlich und offen äußern dürfen, wie es wirklich um einen steht. Besonders, weil einem Menschen ja auch regelmäßig sagen, man könne sich immer melden und man wäre für einen da. Bullshit. Wie ich schon oft feststellen durfte. Also vielleicht doch lieber nicht schocken, nicht vergraulen, sondern: Passt schon!

 
 
 

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